Syria Media Roundup – 25. bis 31. März 2019

In diesem Medien Roundup sammeln wir wöchentlich lokale Nachrichten aus Syrien, welche vorwiegend in arabischen und kurdischen Medien publiziert werden. Unser Ziel ist es, diese Nachrichten einer breiteren Leserschaft zugänglich zu machen. Die Quellen stammen aus Nachrichtenkanälen, die wir als vertrauenswürdig einstufen, eine absolute Verlässlichkeit können wir nicht garantieren. Der Fokus des Inhalts sind Gebiete, in welchen vorwiegend ethnische, religiöse und sprachliche Minderheiten leben, wie beispielsweise ʿAfrin, Al-Qamischli und As-Suwayda.

Nord-Ost Syrien

Am 25. März kam es zu einer Verhaftungswelle in Ar-Raqqa und Al-Qamischli: Im östlichen Teil Ar-Raqqas wurden zweiundzwanzig junge Männer verhaftet, in Al-Qamischli vier weitere junge Männer festgenommen und zwangsrekrutiert (ARK News, SMART News). Nach einem Bericht vom 26. März wurden auch in Al-Qahtaniya (Tirbesipî) einige junge Männer festgenommen. An den Eingängen der Stadt patrouillierten bewaffnete Mitglieder der PYD (ARK News). Am 27. März verhafteten und zwangsrekrutierten die SDF fünf junge Männer im Dorf Al-Hamam in der Provinz Ar-Raqqa, fünf weitere wurden im Dorf Al-Karameh festgenommen (SMART News).

Situation in Al-Hol

Laut PYD-Selbstverwaltung leben derzeit 67,000 Personen unter enorm schwierigen Lebensbedingungen im Flüchtlingslager Al-Hol. Die Selbstverwaltung rief die Vereinten Nationen auf, zur Verbesserung der Lage beizutragen (SMART News). Adnan Azzam, Sprecher des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (ICRC) in Syrien, gab an, dass das ICRC gemeinsam mit dem Syrischen-Arabischen Roten Kreuze die Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln sicherstellt, jedoch ein dringender Bedarf an medizinischer Versorgung bestehe (Rudaw). Auch wenn Medienberichten zufolge die letzte Bastion des IS in Al-Baghouz besiegt wurde, berichtet die Verwaltung des Flüchtlingslagers Al-Hol nach wie vor über den Zuzug von Personen aus der Region Dair az-Zaur (SMART News).

Rückkehrer*innen nach ʿAfrin

Am 25. März konnten einige vertriebene Familien aus den ländlichen Gebieten um Aleppo in ihre Städte und Dörfer in der Provinz ʿAfrin zurückkehren. Die genaue Anzahl an Rückkehrer*innen ist unklar, es wird jedoch vermutet, dass ein türkisch-russisches Abkommen die Rückkehr weiterer Familien ermöglichen soll (ARK-News).

Entführungen in As-Suwayda

Am 26. und 27. März wurden sieben Personen in der Provinz As-Suwayda von unbekannten, bewaffneten Gruppen entführt. In einem Fall stellten die Entführer Lösegeldforderungen an die Familie des Entführten (SMART News).